Wapi

Everybody's darling

Wapi guckt Foto: Peter Kaut Bild 1 von 2 Lightbox öffnen

Geschlecht männlich
Geburtsdatum 01.04.2010
Herkunft Parc Safari, Canada
Verwandt mit Kenai
Rudel Die Unvergessenen;
gemeinsam mit Apache, Cherokee, Kay, Tatonga & Tayanita

Wapi verstarb im Juni 2012 an einer Darmerkrankung.

Folgender Text hat ihn beschrieben:
Was ist weiß, wuschelig und hüpft auf und ab, wenn es sich freut? Nein, kein Eisbär mit zu lang geratenen Beinen. Wapi – Flummi im Wolfpelz. Casanova, wäre er ein Wolf gewesen. Sein Name bedeutet „Ich liebe Dich“ und passt zu seinem freundlichen, ungestümen Wesen.

Bis zu seinem plötzlichen Tod war er wirklich „everybody's darling“.

Wapi …

... mit Artgenossen

Wapi kam mit allen Wölfen gut aus. Einzeln sogar mit den „Schwarzen“ – vor dem ganzen Rudel hatte er aber Angst und stieß sein Warnbellen aus. Mit seinem Bruder verstand er sich richtig gut und mit Nanuk und Yukon im Rudel fühlte er sich wohl. Dass er in Yukon verliebt war, brauchte er vor Nanuk nicht verbergen. Die beiden verbrachten viel Zeit mit Herumtollen. Trotzdem zeigten ihm die zwei älteren Rudelmitglieder immer wieder, wie ein Wolf sich verhalten sollte – und auf allen Vieren auf – und abspringen zählte definitiv nicht dazu. 

... beim Lernen und in Interaktion mit uns

Zu uns Menschen war dieser ungestüme Wolf herzlich und verteilte allen Küsschen, der Reihe nach. Wenn wir nicht aufpassten, sprang er sogar an uns hoch, was er aber nicht durfte. 

... mit fremden Personen und Objekten

Wapi hatte Angst vor Autos. Auch die Tierärztin war ihm nicht ganz geheuer. Im "Novel-Object-Test" war er meistens mutig. Aber die komischen Luftballons, die von einem Baum hingen und im Wind wehten, die waren ihm suspekt.

... im Welpenalter

Wapi und sein Bruder Kenai erblickten genau wie ihre beiden Schwestern Naaja und Ruby am 1. April 2010 in Parc Safari, Kanada, das Licht der Welt.

Obwohl der Kleinste im Wurf, öffnete Wapi als Erster der Vier mit ca. 11 Tagen die Augen. Es war während einer unserer frühmorgendlichen Fütterungen, als ich (Katrin) Wapi im Arm hielt und ihm gerade liebevoll den Rücken tätschelte, um wie bei kleinen Kindern das „Bäuerchen“ machen zu lassench, als er mich pötzlich aus sehr verschlafen wirkenden Augen anblinzelte. „Du hast ja Augen!“, beglückwünschte ich ihn zu seinen neu gewonnenen Sinneseindrücken. Wenig beeindruckt kehrte Wapi sogleich zur täglichen Routine zurück, rülpste und schlief ein.

Bereits in den ersten Tagen zeigte sich, dass Wapi der „Schmuser“ unter den Wolfskindern war. Egal ob nach den Fütterungen oder während unserer täglichen Kuschelstunden, Wapi war stets der, der Körperkontakt zuerst zu mir und nach der Übersiedelung nach Ernstbrunn auch zu den anderen menschlichen Betreuern suchte.

Dies war letztendlich auch die Grundlage für die Namensgebung. „Wapi“ bedeutet nämlich auf Deutsch übersetzt so viel wie „Ich liebe Dich“.

Sein liebevolles Wesen wurde optisch relativ lange Zeit von seinen „Schlappohren“ unterstrichen, die sich einfach nicht aufstellen wollten. Irgendwann hatte der kleine hellgraue Kerl aber auch das geschafft und sah nun nicht mehr wie ein Teddybär, sondern schon wie ein richtiger kleiner Wolf aus.

So freundlich er auch zu „seinen“ Menschen gewesen war, so energisch konnte er sich schon mal gegen seinen etwas größeren und stärkeren Bruder zu Wehr setzen, wenn dieser ihn wiedereinmal einfach „überrollte“. Was Wapi an körperlicher Kraft fehlte, machte er durch seinen energischen vokalen Einsatz wieder wett. Lauthals knurrend stürzte er sich dann auf sein Gegenüber und setzte sich mit hoch erhobenem Schwanz zur Wehr.