Tayanita

Menschenbezogener Wusel

Tayanita hat was zum Knabbern. Bild 1 von 2 Lightbox öffnen

Geschlecht weiblich
Geburtsdatum 04.05.2008
Herkunft Herberstein
Verwandt mit Kaspar
Rudel Die Unvergessenen;
gemeinsam mit Apache, Cherokee, Kay, Tatonga & Wapi

Tayanita verstarb im Juli 2009 an einer Magendrehung. Die Obduktion ergab zudem einen schweren Wasserkopf (Hydrocephalus). Das war auch der Grund, warum sie von Geburt an blind und offenbar geistig behindert war und unter epileptischen Anfällen litt. Trotzdem war sie zu Menschen und ihren Rudelgefährten sehr lieb und wurde von diesen auch weitgehend akzeptiert.

Tayanita …

... mit Artgenossen

Tayanita wurde im Rudel akzeptiert und wenn man es nicht wusste, erkannte man kaum, dass sie blind war!

Ging es um Futter, konnte sie zur Furie werden. Das hing wahrscheinlich mit ihrer Blindheit zusammen: jedes Futter musste sie gegen die drei anderen Wölfe stark verteidigen und sie konnte sich keine Fehler erlauben, da es sonst weg war. Und im Eifer des Gefechts musste der Mensch aufpassen, nicht mit einem Wolf verwechselt zu werden!

... beim Lernen und in Interaktion mit uns

„Taya“ war inzwischen unser menschenbezogener Wusel: sie beruhigte sich bei der Begrüßung kaum, konnte nicht genug davon bekommen, zwischen die Beine zu laufen, am Ohr geknetet oder am Bauch gestreichelt zu werden. Fremden Menschen gegenüber war sie zuerst etwas vorsichtig, aber sobald sie ihre erste Scheu überwand, war sie sehr freundlich und ließ sich auch gerne streicheln.

... im Welpenalter

Tayanita war unser kleinster Wolf, sie war die Schwester von Kaspar. Klein, zerbrechlich, aber wenn sie was erreichen wollte, sehr zielorientiert.

Sie war seit ihrer Geburt blind. Aber das hielt sie von nichts ab, sie orientierte sich super im Gehege und auch draußen während eines Spazierganges merkte man kaum, dass sie nichts sah.

Von allen Wölfen begrüßte sie jene Menschen, die sie von Geburt an kannte, mit größter Begeisterung. Wenn einer von uns nach einiger Zeit wieder kam, blieb sie mehrere Minuten lang in dessen Nähe, folgte ihm Schritt für Schritt durch das Gehege und wollte nur gestreichelt werden. Wenn das Wetter gut war und wir uns draußen hinsetzten, kam sie nach einer Weile zu uns und schief in unserer Nähe weiter.

Fremden gegenüber war sie die Vertraulichste. Wenn jemand kam, um die Wölfe zu besuchen, war sie diejenige, die als Erste zu den Fremden hinging, diese begrüßte und nach Leckerlies schnüffelte.

Trotz ihrer Blindheit war nichts, was irgendwie nach Futter roch, sicher vor ihr. Blitzschnell kletterte sie auf den Tisch, ging in die Küche und stahl alles, was in unseren Taschen war. Aber bei der Fütterung verwandelte sie sich in eine Furie. Sobald sie ihre Portion geholt hatte, verteidigte sie diese gegen Alles und Jeden. Da sie nicht sah, wenn eines ihrer Geschwister in ihre Richtung kam, lernte sie auf die kleinsten Geräusche knurrend zu reagieren, um ihr Essen auf das Härteste zu verteidigen – denn sonst war es weg!