Nanuk

Unser Schmusewolf

Portrait Wolf Nanuk von vorne im Herbstlaub Foto: BBC Bild 1 von 6 Lightbox öffnen

Geschlecht männlich
Geburtsdatum 28.04.2009
Herkunft Triple D Farm, Montana, USA
Rudel Nanuk Rudel;
gemeinsam mit Una

Nanuk liegt zufrieden im Schatten. Ab und zu blickt er hoch zu den Vögeln oder schaut mit schief gelegtem Kopf in die Runde. Er ist meistens unheimlich entspannt, so lange ihn niemand herausfordert.

Nanuk …

... Erscheinung

Nanuk ist ein wuscheliger, heller und stattlicher Wolf. Er wirkt freundlich, weil er oft den Kopf fragend schief legt. Seine häufigen Blicke nach oben wirken, als ob er die Vögel beobachten würde.

... mit Artgenossen

Nanuk ist ein richtiger Anführer-Typ. Schon als er gemeinsam mit den anderen Amerikanern in einem Rudel war, hatte er das Sagen. Geronimo forderte ihn zwar immer wieder aufs Neue heraus, aber Nanuk verteidigte seine Stellung mit Nachdruck. Aus diesem Grund wurde jenes Rudel auch aufgeteilt und Nanuk war eine Zeit alleine mit seiner Liebe Yukon.

Im Herbst 2011 gesellten wir die zwei weißen, hüpfenden Welpenbrüder Wapi und Kenai zu ihnen. Diese beiden mischten das neue kleine Rudel so richtig auf, machten oft gemeinsame Sache und mobbten sogar Yukon. Deswegen haben wir Kenai in das Geronimo-Rudel gesteckt. Dem ungestümen Wapi gegenüber war Nanuk gelassen und ließ dem Jüngeren vieles durchgehen. Er durfte sogar seinem Alpha-Weibchen Yukon den Hof machen. Sollen sie doch spielen, die Kleinen, dachte er sich wohl!

Wapi verstarb im Sommer 2012. Kurz darauf kamen die jungen Wölfe Una und Wamblee in Nanuk's Rudel und mischten es wieder auf.

Leider war auch diese Konstellation nicht von langer dauer, und so bildet Nanuk im Moment ein Zweierrudel mit Una. Manchmal scheint es so als würde er immer noch seinem Harem mit Una und Yukon nachtrauern. Auf jeden Fall begrüßt er Yukon immer noch freundlich wann immer sie sich über die Distanz sehen, vorausgesetzt Geronimo, sein alter Rivale, ist nicht in Yukon’s Nähe. Da ist die Konkurrenz wichtiger als die alte Freundschaft.

Außerhalb der Paarungszeit schaut es manchmal so aus als würden sich Nanuk und Una nicht so viel auseinander machen, aber wehe einer wird ohne den anderen heruasgenommen, da wird viel geheult und es braucht manchmal auch etwas Überzeugungskraft denjenigen der weggeht, dazu zu überreden mitzukommen. Aber sobald man am heimischen Gehege vorbei ist, ist die Umgebung viel spannender und der Partner zumindest für eine Weile Nebensache.

Manchmal ist Una auch etwas zu stürmisch für Nanuk, wenn sie wieder einmal einen Spielrausch hat. Doch ab und zu verwandelt sich Nanuk auch wieder in einen Welpen und tobt mit Una durchs Gehege.

Geht es jedoch um Futter, hört jede Freundschaft auf und jeder ist sich selbst der nächste, aber auch das haben sie gemeinsam.

... beim Lernen und in Interaktion mit uns

Es beseht kein Zweifel daran, dass Nanuk ein schlauer Wolf ist. Schön wäre es nur, wenn er nur einfach mal ohne Spielchen und Zögern in den Testraum käme! 

Stellt er nicht gerade die Geduld der Trainer auf die Probe, ist er sehr lieb zu uns Menschen. Das rührt daher, dass er schon seit seinen ersten Tagen von Hand aufgezogen wurde. Er lässt sich auch liebend gerne kraulen und verteilt manchmal sogar Küsschen.

... mit fremden Personen und Objekten

Fremde Objekte sind im nicht immer geheuer, was aber auch daran liegen könnte das er auf einem Auge nicht so gut sieht. Seine devise ist es, dass es mal sicherer ist zuerst davor Angst zu haben, erst wenn es sich nicht mehr bewegt kann man es sich ja mal aus der Nähe anschauen. Jedoch Dinge oberhalb seinem Kopf sind immer furchteinflößend egal ob neu oder bekannt.

Mit fremden Menschen hat er wohl am wenigsten Probleme. Im Gegenteil, seine Lieblingsbeschäftigung ist es, sich an Leuten zu wälzen. Aftershave, Waschmittel, Sonnencreme, etc. alles seeeehr interessante Gerüche für ihn die er gerne selbst an sich haben möchte. Darum legt er sich auch ins Zeug und wälzt sich mit aller Kraft vertikal an den Menschen, diese müssen dann ernsthaft aufpassen dass sie dabei nicht umfallen.

... im Welpenalter

Nanuk hatte nach seiner Geburt so richtig Pech. Seine Mutter wollte weder ihn noch seinen Bruder aufziehen. So mußte er von Anfang an mit der Flasche gefüttert werden.

Dadurch schätzte er die Nähe seiner Menschen sehr. Um auf den Schoß seiner Zieheltern zu kommen – dort schlief es sich einfach besser – gewöhnte er sich an, dieses Privileg mit nachdrücklichem Heulen einzufordern.

Nanuks zweites Pech im Leben war eine Mittelohrentzündung. Sie verheilte zwar gut, hinterließ aber eine Sehbehinderung. Diesen Sehfehler korrigiert er nun, indem er seinen Kopf schief legt.