Kaspar

Alles unter Kontrolle

Kaspars Kontrollblick Foto: Walter Vorbeck Bild 1 von 5 Lightbox öffnen

Geschlecht männlich
Geburtsdatum 05.05.2008
Herkunft Herberstein
Verwandt mit Tayanita
Rudel Kaspar Rudel;
gemeinsam mit Aragorn & Shima

... aber Kontrolle ist nicht alles!

Das Alpha-Tier des schwarzen Rudels ist sehr aufmerksam, nichts entgeht seinem Blick. Doch wenn er sein leidenschaftliches Heulen mit Shima und Aragorn anstimmt oder ganz nah bei beiden im Schatten döst, merkt man: es geht nicht nur ums Kontrollieren. Er möchte seine Freunde beschützen. Er passt auf sein Rudel auf. 

Kaspar …

... mit Artgenossen

Kaspar ist – obwohl kleiner als Aragorn – der „Chef“ im schwarzen Rudel. Als „Kontroll-Freak“ muss er alles im Blick haben. Oft steht Kaspar zwischen seinem Rudel und dem Zaun, um die Besuchergruppe davor genau im Blick zu haben. Dann hält er den Kopf gesenkt und starrt die Leute aus seinen bernsteinfarbenen Augen durchdringend an. Wir nennen das den „Kaspar-Blick“ (Show Image/ 'slideshow 4') was so viel bedeutet wie „Bis hierher und nicht weiter“. Unterstützt durch den Zaun ist er somit immer erfolgreich, die Besucher dringen gewöhnlich nicht in sein Reich ein.

... beim Lernen und in Interaktion mit uns

Kaspar kooperiert gut und hat meistens große Lust zu arbeiten. Beim "Learning Set" schießt er, sobald er losgelassen wird, auf die richtige Form mit dem darunter liegenden Leckerli zu. Dann kickt er sie mit Schwung weg, frisst das Leckerli und kommt zurück zur Trainerin.

Bei einem unserer Tests geht es um den Umgang der Tiere mit neuen Objekten. Der große rote Gymnastikball, gefürchtet von den Hundewelpen, wird von Kaspar kurzerhand kaputt gebissen. Bei dem Versuch zur Fragestellung „wieweit unsere Wölfe Mechanismen verstehen“, hat er kurzerhand die Kiste mit den vielen komischen Hebeln zerstört, um an das in ihr versteckte Leckerli zu kommen.

Als Kaspar jünger war, hat er nur gearbeitet, wenn er Lust dazu hatte. Er testete oft, wer das längere Durchhaltevermögen hat. Das tat er allerdings auf seine sehr zurückhaltende Art und Weise, ohne jegliche Aggression. Es ging ihm einfach nur um die Ausdauer. Wenn wir gewonnen haben, war er bereit mit uns zu arbeiten und sich anzustrengen. Dann steckte er die anderen Wölfe in die Tasche!

... mit fremden Personen und Objekten

Kaspar ist ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits ist er gegenüber fremden Personen scheu, andererseits kann er überaus lieb und zugetan sein. Letzteres aber nur, wenn er derjenige ist, der den Kontakt herstellt. Ansonsten zieht er es vor, auf Abstand zu bleiben.

... im Welpenalter

Mit 4 Wochen hatte sich unser kleineres Männchen im Rudel entschieden, dass es nicht klein bleiben mag! Er fraß und fraß – möglichst die ganze Zeit. Deswegen nahm er in den ersten Tagen am meisten von allen zu!

Das schwarze Rudel im Mini-Format
Kaspar, Aragorn und Shima

Kaspar war nicht immer einfach, er hatte ein richtiges Wolfs-Wesen: Für ihn war nichts leicht oder eindeutig, er musste stets seinen nächsten Schritt gut überlegen und für sich einen Vorteil darin sehen. Was um ihn herum geschah, beobachtete er sehr genau und nur wenn er sicher war, dass an seiner Autorität nicht gezweifelt wird, entschied er sich mitzumachen.

Egal, ob es ums Spielen, um Training und Experimente oder ob es einfach nur um ein Leckerli von einer unbekannten Person geht: Er war sehr vorsichtig, aber auch sehr raffiniert.

Er hat uns oft mit seinen Ideen überrascht. Mit ihm zu arbeiten verlangte viel Geduld. Die beste Methode war und ist einfach abzuwarten bis er kooperiert.

Ein Beispiel: Er war ungefähr 6 Monate alt, als er sich entschied, nicht mehr bei Experimenten mitzumachen. Die Leckerlies waren jedoch verlockend, also kam er immer wieder in den Testraum. Sobald wir aber mit einem Experiment anfangen wollten, verlor er plötzlich seine Konzentration, lief hin und her, fing an zu rennen oder kletterte auf Tische und Stühle, versuchte die Tür durchzubeißen oder den Computer kaputt zumachen. 

Wir entschieden uns abzuwarten, bis er damit aufhörte und sich auf uns konzentrierte –  zweieinhalb Stunden später war er dann bereit mit uns zu arbeiten. Seitdem weiß er ganz genau: Kommt er in den Raum, muss er sich auch konzentrieren. Oder er bekommt kein Leckerli!

Nun überlegt er oft lange, ob er in den Testraum kommen will. Sobald er sich dazu entschlossen hat, arbeitet er aber voller Begeisterung mit.

Er war und ist der Einzige, der regelmäßig mit unseren Hunden spielt, die anderen beobachten solche Spiele lieber aus der Entfernung.