Aragorn

Unser größter Wolf

Aragorn Portrait 2 Foto: Walter Vorbeck Bild 1 von 4 Lightbox öffnen

Geschlecht männlich
Geburtsdatum 04.05.2008
Herkunft Herberstein
Verwandt mit Shima
Rudel Kaspar Rudel;
gemeinsam mit Kaspar & Shima

Aragorn ist die Ruhe im Wolfformat. Unser größter, kohlrabenschwarzer Wolf beobachtet mit seinen orangenen Augen gelassen das Geschehen im Park. 

Aragorn …

... mit Artgenossen

Im Rudel ist er nicht der Anführer. Auch wenn er Kaspar und Shima körperlich überlegen ist, hat er kein Interesse am anstrengenden Job des Alpha-Tiers. Den überlässt er gerne Kaspar. Wichtig ist nur, dass er immer etwas vom Fressen abbekommt.

Aragorn ist sehr sozial und war der erste, der neuen Welpen Futter hervorwürgte! Auch beschützte er einmal ein krankes Rudelmitglied (Cherokee, mittlerweile verstorben).

Während der Paarungszeit im Frühjahr 2010 und 2012 konnten wir an Aragons Verhalten beobachten, dass er mit seiner unterwürfigen Rolle im Rudel nicht immer zufrieden ist: auf Spaziergängen hatte er begonnen, das Bein zu heben.

Das ist bei Hunden zwar normal, bei Wölfen aber nur den Alphatieren vorbehalten. Aragorn jedoch wusste genau, dass er das im Gehege vor den Augen von „Chef“ Kaspar nicht durfte – also ergriff er während der Spaziergänge die Gelegenheit. Manchmal markierte er sogar im Gehege, misstrauisch beäugt von Kaspar.

... beim Lernen und in Interaktion mit uns

Aragorn macht gute Fortschritte am Touchscreen und ist ein sehr cleverer Wolf. Arbeiten im Testhaus und Spaziergänge mit Fremden, das alles kann er gut–- aber nur, wenn er Lust dazu hat. Mit seiner starken Persönlichkeit zeigt er uns auch, wann er nicht arbeiten will. Dann ist es egal, was wir ihm anbieten – Wurst, Fleisch, Küken ... – keine Chance. Er bleibt unbestechlich.

... bei der Tierärztin

Unsere Haustierärztin, die die Tiere einmal pro Woche untersucht, muss bei Aragorn Überzeugungsarbeit der Gourmetklasse leisten. Um sein Misstrauen gegen sie zu überwinden, wird Aragorn mit Hilfe von Leckereien zu ihr gelockt – Schritt für Schritt. Denn wer will schon etwas überstürzen? Immer mit der Ruhe. Das ist Aragorn.

... im Welpenalter

Der kleine Aragorn hatte manchmal Wutanfälle, wenn wir ihm einen von ihm gestohlenen Gegenstand wegnehmen wollten. Das ist inzwischen Vergangenheit. Er hat sich zu einem ausgesprochen ruhigen und selbstbewussten Wolf entwickelt. Es gibt fast nichts, was ihn aus dem Gleichgewicht bringt. Trotzdem ist er sehr zielbewusst geblieben. Wenn er etwas erreichen will, gibt er nicht leicht auf.

Zu seinen Zieheltern, d. h. zu uns, war und ist er sehr lieb. Er ist derjenige, der nur um gestreichelt zu werden kommt. Er passt gut auf, was um ihn herum geschieht und nach Tala war er immer der Zweite, der die Gäste begrüßte.

Spazierengehen – das war vermutlich seine Lieblingsbeschäftigung. Sobald er die Leine in unserer Hand sah, kam er angelaufen und streckte uns seinen Kopf entgegen, um das Halsband angelegt zu bekommen.

Außerdem waren er und Shima immer die Ersten, wenn es ums Training oder um Experimente ging. Oft hat er gegen dieTür getreten, um diese zu öffnen – er hat nicht mehr auf uns Menschen warten wollen, er wollte das lieber selbst erledigen.

Obwohl er nicht das Alphatier im Rudel war, verteidigte er sein Futter gegen Kaspar. Was er einmal für sich geholt hatte, konnte ihm niemand mehr wegnehmen (das ist auch so geblieben). Nach einer gewissen Zeit versuchte es auch keiner mehr. Als Welpe war er jedoch der letzte gewesen, der sich dazu bequemte, die Flasche zu akzeptieren!

Problematisch war er nur dann, wenn er einen für uns wichtigen Gegenstand (Handschuhe, Handy, Eimer) stahl. Erschien dieser auch ihm sehr wertvoll, konnte man dieses nur durch Tausch mit vielen guten Leckerlis zurück bekommen.

Er war und ist der einzige von den Vieren, der gerne auch Sachen, die nicht nach Futter riechen, stiehlt ... Vier Tage lang verteidigte er einmal einen Ball!