Apache

Zarter Querkopf

Apache Foto: Marianne Heberlein Bild 1 von 3 Lightbox öffnen

Geschlecht männlich
Geburtsdatum 19.5.09
Herkunft Zoo Basel
Verwandt mit Cherokee
Rudel Die Unvergessenen;
gemeinsam mit Cherokee, Kay, Tatonga, Tayanita & Wapi

Am Sonntag, dem 27.01.2013, mussten wir leider von Apache Abschied nehmen. Er war für fast 4 Jahre ein treues, freches, unternehmungslustiges und immer für Abwechslung sorgendes Mitglied der Tiergemeinschaft am WSC. Wir vermissen Dich sehr!

Apache …

... Erscheinung

Er war der kleinste und leichteste unter den erwachsenen Wolfsmännchen. Der ursprünglich schwarze Wolf wurde schon im jungen Alter immer grauer, was ihm eine sehr hübsche Erscheinung gab. Seine Bewegungen sind grazil und er ist unglaublich flink.

... mit Artgenossen

Apache war von Anfang an das kleinste Männchen und er blieb es auch! Nun wer nun denkt, dass er einen Nachteil davon gehabt hätte täuscht sich gewaltig. Er bildete ein starkes Team mit seinem Bruder und die beiden erbeuteten fast immer das grösste und beste Stück Fleisch bei den Fütterungen. Manchmal konnten wir beobachten, wie einer der beiden genüsslich das erbeutete Fleisch frass, während der andere dafür sorgte, dass niemand sonst aus dem Rudel zu nahe an das Fleisch kommen konnte. Apache zeigte uns, dass er über ausgeprägte diplomatische Fähigkeiten verfügte. Als die zwei damals Jungrüden Nanuk und Geronimo begannen die Rangpositionen der älteren Tiere anzufechten und Shima und Aragon aus dem Rudel ausgegrenzt wurden war unser zierlicher Apache derjenige, der nach wie vor zwischen den Fronten hin und her gehen durfte. Diesen Umstand verdankte er sicher auch seiner Eigenheit, nie andere zu mobben!

Apache lebte bis im April 2012 im „schwarzen Rudel“, wo er grundsätzliche eine eher niedrige Rangposition hatte. Allerdings versuchte er im Frühjahr 2012 sein Glück und legte sich mit Aragorn an, was ihm auch kurzzeitig eine Höhere Position verschaffte. Allerding nicht für lange, er wurde in seine Schranken gewiesen. Da er leider zusätzlich an Epilepsie litt musste er aus dem Rudel genommen werden.

Tatonga, unsere kleine, zarte Wölfin, war genau das richtige für ihn! Tatonga und Apache, beides sehr feingliedrige Wölfe, beide mit einem sehr sensiblen Gemüht und beide nicht im Geringsten an Mobbing interessiert. Es war Liebe auf den zweiten Blick. Als wir die beiden im Welpengehege zusammen liessen gingen beide zunächst mit steifen Beinen und gesträubtem Fell aufeinander zu, beide wollten Chef sein… Das ganze dauerte keine 20 Sekunden, da wurden die Ohren, der Blick bei beiden ganz anders, sie bekamen beide diesen verliebten Gesichtsausdruck, den man vor allem in der Paarungszeit sehen kann. Statt sich zu streiten begannen sie zu spielen! Sie blieben unser perfektes Paar! 

... beim Lernen und in Interaktion mit uns

Apache war clever, und lernt sehr schnell. Als er noch jünger war zeigte er eine starke Präferenz für seine Bezugspersonen. Sobald er aber mit 5 Monaten ins „black pack“ kam, wurde er offener auch fremden Menschen gegenüber, er wurde zu einem sehr angenehmen Begleiter auf „paid walks“, gerne bereit mit den Besuchern zu interagieren. Mit zunehmendem Alter und vor allem mit Ausbruch seiner Krankheit wurde der Umgang mit ihm etwas schwieriger. Nur noch Handaufzieher konnten mit ihm in direktem Kontakt arbeiten. Durch die Medikamente hatte er manchmal Mühe sich zu beherrschen, wenn es um Futter ging. Allerdings, was bemerkenswert war, er zeigte immer sehr deutlich im Voraus, wenn er sich nicht mehr beherrschen konnte. Wurden seine Signale berücksichtigt war er sehr umgänglich. 

... mit fremden Personen und Objekten

Im Alter von 5 Monaten wurde er immer offener fremden Menschen gegenüber. Er war auch bei Rudelbesuchen sehr neugierig. Unbekannten Objekten gegenüber war er äusserst Neugierig. Er fand auch unterwegs immer wieder Objekte, die man ein Stück mittragen konnte.

... im Welpenalter

Apache war zwar der Kleinste, er war auch kleiner als sein Bruder, aber er wusste sich schon immer zu wehren. Wir amüsierten uns köstlich, wenn Apache, das kleine, schwarze Ungeheuer sich auf den Futternapf stürzte, ihn versuchte mit seinem Körper zuzudecken und wild um sich knurrte und schnappte, bis alle grösseren Welpen überrascht und ohne weitere Diskussion das Weite respektive einen anderen Futternapf suchten. Nur sein Bruder machte ihm in dieser Hinsicht Konkurrenz ;-).

Apache liebte es, genau wie auch die anderen Welpen, herum zu tollen, sei es beim Spielen auf der Wiese oder in den zwei Wasserbecken, die wir für die Welpen aufgebaut hatten. Doch manchmal hatte man das Gefühl er fühle sich als einziger schwarzer Welpe etwas „einsam“ ;-)… Was sich dann im Alter von 5 Monaten änderte! Da durfte er endlich mit den drei erwachsenen schwarzen Wölfen zusammen leben. Ob er sich wirklich wegen der Fellfärbung „anders“ gefühlt hatte das bleibt dahingestellt, auf jeden Fall blühte er so richtig auf! Er wurde selbstsicherer zeigte immer weniger Scheu vor ihm fremden Menschen, und auch bei ihm bekannten Zweibeinern wurde er immer anhänglicher und begann deren auftauchen immer mehr zu schätzen.