Walter Vorbeck

Fotografie und Produktdesign
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Lieblings- Wolfsbuch Der Zorn der Wölfe (Jiang Rong).
Lieblingstier am WSC Geronimo

Mitte Februar 2009 hatte ich die Gelegenheit, im tief verschneiten Cumberland-Wildpark in Grünau/ Österreich ein sehr interessantes Wolfsprojekt aus nächster Nähe zu betrachten. Dann hatte ich das Glück, das Aufwachsen von Wolfswelpen im Wolf-Science-Center in Ernstbrunn/ Österreich unmittelbar mit verfolgen zu dürfen, insbesondere das von meinem Paten-Wolfwelpen Geronimo aus Dakota, dem ich seinen Namen mit aussuchen durfte. Es waren seither unvergessliche Erlebnisse der besonderen Art, selbst inmitten des Wolfsrudels Kontakt mit den mittlerweile bis zu 60 kg schweren Wölfen aufzunehmen, Auge in Auge mit dem Urahn unserer Hunde. Natürlich immer dabei, meine Nikon, um diese unglaublichen Momente "einzufrieren".
In hohem Masse beeindruckt von der Arbeit mit den Wölfen entschloss ich mich, einen bescheidenen Beitrag, vor allem zur weiteren Finanzierung dieses wissenschaftlichen Wolfsforschungsprojektes zu leisten. Rundum - Design, Kunst und Printprodukte gehören zu meinem Fachgebiet und hier versuche ich mich in das WSC einzubringen.

Mit dem Wolf verbindet mich eine tiefe Beziehung, die bereits in Kindestagen entstand. Ich lernte ihn zunächst durch die "bekannten" Märchen der Gebrüder Grimm kennen, obgleich ich in meiner kindlichen Gefühlswelt stets auf seiner Seite war.
Als Schüler begegnete er mir in Fabeln wieder. In der dortigen literarischen Form erkannte ich - in der Vermenschlichung seiner Charakterzüge - ein kluges, führungsorientiertes Tier in ihm, dem ich Bewunderung zollte. Züge wie Tatkraft, Willensstärke, Führungswille, Durchsetzungsvermögen, aber auch Wandlungsfähigkeit, soziale Integration, Anpassungsfähigkeit, Demut gegenüber gewachsenen, natürlichen Strukturen und dauerhafte Treue imponierten mir.

Späterhin begann ich mich ernsthaft mit den nordamerikanischen Indianern zu beschäftigen, studierte ihre Stammeskulturen, ihren Niedergang und die Vertreibung aus ihrem Lebensraum. Da blieb es nicht aus, dass ich auch wieder auf den Wolf traf. Dort erlebte ich ihn nun als soziales, dem Menschen nicht feindlich gesinntes, sondern als zurückhaltendes, scheues Wesen, das dem Menschen sehr nahe war, sein treuester Freund wurde.

Mehr und mehr wollte ich nun über Wölfe wissen. Über Beziehungen kam ich 1988 an das Buch "Der Wolf " von Prof. Dr. D.I. Bibikow, ein Werk über die Erforschung der Ökologie des Wolfs vorwiegend in den Weiten Russlands, aber auch in der ganzen Welt. Meine Wolfsbibliothek wuchs fortan beträchtlich, ebenso die Literatur über die Entstehung unserer Haushunde, auch über die Versuche von Rückzüchtungen.
Nun blieb es nicht aus, 1993 einen wolfsähnlichen Sozialpartner in die Familie zu holen. Die Wahl fiel nach dem Lesen des Buches von Julius Wipfel "Der Eurasier" auf eben diesen sehr ursprünglichen, polarhundetypischen Haushund. Mit unserem ersten Eurasier "Hägar vom Wolfsbach" kam ein solcher Typus, gleichermaßen treuer Gefährte in unsere Familie. Weitere drei Eurasier sollten folgen, zwei davon leben derzeit in unserem Haus. Sie erinnern mich täglich an ihre Urahnen, den Wolf und natürlich an die Wölfe im WSC.