Sophie Beaurepaire

Kontakt s.beau@hotmail.fr
Universität AgroParisTech, Paris, France
Lieblings- Wolfsfilm Der letzte Wolf

Ich könnte mir nie im Leben vorstellen, den ganzen Tag in einem Büro an einem Computer zu arbeiten. Draußen in der Natur Zeit zu verbringen ist zweifellos wichtig für mein Wohl und Glück! Schon als Kind konnte ich viele Stunden im Garten verbringen, um dem fließenden Wasser zuzuhören, den Ameisen bei der Arbeit zuzuschauen und den singenden Vögeln in den Bäumen zuzuhören… Ich wusste von Anfang an, dass ich etwas mit Natur und Tieren studieren möchte. Als ich das Berufsfeld der Zoologen, besser gesagt der Verhaltensforscher kennengelernt habe, wurde mir klar, dass dies mein Traumberuf sein würde.  Es ist so eine wunderbare Gelegenheit bezahlt zu werden und Tierverhalten zu beobachten und analysieren.

Nach einem zweijährigem intensivem Studium in Mathematik, Physik und Biologie in Lyon, Frankreich, habe ich es geschafft an eine sehr gute Ingenieurhochschule für Life Science, Umweltwissenschaften und Lebensmitteltechnologie (AgroParisTech) in Paris zu kommen. Ich bin noch in meinem „gap year“ und danach folgt das letzte Jahr meines Master-Studiums. Dieses „gap year“ ist für mich eine sehr gute Gelegenheit, um neue Bereiche zu entdecken und mich für Dinge, die ich mag, zu engagieren.

Durch eine Dokumentation auf ARTE, entdeckte ich das WSC. Es hat meine Aufmerksamkeit geweckt, da es ein einzigartiger Ort ist, um Experimente mit Wölfen und Hunden zu machen. Ich würde gerne mit Säugetieren arbeiten. Beispielsweise bin ich vom Tiger fasziniert, doch leider gibt es in diesem Bereich nicht so viele Forschungsprojekte.  Auch Wölfe sind komplexe und interessante Tiere. Ich war wirklich aufgeregt als ich für das 6-monatige Praktikum beim WSC angenommen wurde. Ich werde an einem Projekt über physiologischen Stress in Wölfen arbeiten. Das Ziel ist hierbei, das Cortisol Niveau (ein Stresshormon) im Speichel und Blut zu vergleichen, um zu sehen, ob eine Korrelation besteht. Es ist interessant, weil die Korrelation schon in Hunden gefunden wurde, in Wölfen jedoch noch nicht untersucht worden ist. Ich bin seit 2 Wochen am WSC und im Moment versuchen wir eine Belohnung für die Tiere zu finden, die sich nicht auf die Cortisol-Menge im Speichel auswirkt. Falls wir damit Erfolg haben, können wir zum nächsten Schritt übergehen und mit Blutproben arbeiten: also Daumen gedrückt halten!