Sarah Vlasitz

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Lieblingstier am WSC Etu

Auch wenn ich als Kind natürlich noch keine konkrete, realistische Vorstellung vom Wissenschaftlerleben haben konnte, so war meine Antwort auf die Frage "Was möchtest du einmal werden?" doch immer: "Forscherin." Damit drückte mein unreifes Gehirn den Wunsch aus, auf irgendeine Art und Weise die Fauna dieser Welt genauer unter die sprichwörtliche (oder auch wortwörtliche) Lupe zu nehmen. Schneckenhäuser zu sammeln und zu kategorisieren war für mich eine ebenso schöne Freizeitbeschäftigung, wie mit meinen Hunden und Katzen zu spielen und sie zu beobachten.

Dieses Interesse ließ durch meine gesamte Schulzeit hindurch nicht nach. Deshalb verschlug es mich an die Karl-Franzens Universität in Graz, die einen ganz wunderbar breit-gefächerten Biologie-Bachelor anbietet, und später an die Univerität Wien, wo ich begann, mich auf die Kognitionsbiologie (umgangssprachlich "Intelligenzforschung", auch wenn dieser Begriff zu unscharf ist) zu konzentrieren.

Das Wolf Science Center hat vornehmlich durch seine Einzigartigkeit meine Aufmerksamkeit erregt. Die Vorstellung, mit großen Säugern wie Wölfen (und auch deren domestizierten Verwandten) so nah und auch experimentell arbeiten zu können, ist einfach ungemein reizvoll. Mein erklärtes Ziel ist es, möglichst viele unterschiedliche Erfahrungen in meiner Studienzeit sammeln - eine neue Umgebung und vor allem ein unbekanntes soziales Umfeld stellen mich vor große persönliche Herausforderungen, die mich dazu zwingen, über meine Grenzen hinauszuwachsen. Nachdem ich anderswo bereits mit Bienen, Spinnen und Raben gearbeitet habe, musste ich mich einfach am WSC bewerben. Über die positive Antwort habe ich mich natürlich maßlos gefreut.

Während meiner Zeit in Wien habe ich mich in die Bioakustik verliebt, weshalb ich mich im Rahmen meiner Masterarbeit hier am WSC gerne mit der Lautkommunikation der Wölfe beschäftigen möchte. Ich freue mich wahnsinnig darauf, ihnen beim Heulen zuzuhören, dieses aufzunehmen und später am Computer einer genaueren Analyse zu unterziehen.