Martina Lazzaroni

Kontakt martina.lazzaroni@gmail.com
Projekt am WSC The observation of “ambiguous” behavioural patterns: what social situation do they relate to?
Lieblings- Wolfsong “Lupo” di Gappa
Lieblingstier am WSC Shima

Ich komme aus Italien, wo ich Naturwissenschaften in Mailandstudiert habe. Derzeit nehme ich an einem Master in Hundetraining an der Universität von Pisa teil.  Hier am WSC bin ich dank sehr netter Leute, die im „Laboratorio Canis Sapiens“ an der Universität von Mailand arbeiten. Mit ihnen habe ich an meiner Masterarbeit im Hundetraining gearbeitet und von diesem wunderschönen Ort hier erfahren.

Am WSC mache ich eine vergleichende Verhaltensstudie zwischen Hunden und Wölfen. Das übergeordnete Ziel meines Projektes ist es, die funktionelle Relevanz einiger Verhaltensweisen zu klären, die bisher in der Fachliteratur als „unklar“ oder „mehrdeutig“ definiert wurden. Diese Verhaltensweisen sind die „bow“, „stand over“, „genital sniffing“ und „self directed behaviours“, wie kratzen, dehnen usw. Ich würde gerne verstehen in welchem sozialen Kontext diese Verhaltensweisen am meisten gezeigt werden. Außerdem werde ich eine detaillierte Analyse der Körperhaltungen, die ich in unterschiedlichen sozialen Situationen beobachtet habe, durchführen. Ich glaube nämlich, dass die genauen Details einer Körperhaltung, die in unterschiedlichen Situationen gezeigt werden, dieser Verhaltensweise auch unterschiedliche Bedeutungen gibt. Mit anderen Worten könnte das bedeuten, dass eine gewisse Verhaltensweise, abhängig von geringen Unterschieden in der Körperhaltung unterschiedliche Bedeutungen haben könnte.

Ich habe 5 Jahre lang als Freiwillige in Tierschutzheimen gearbeitet. Viele Tierschutzheime in Italien sind in einem schlechten Zustand und ich habe viele traurige Momente erlebt. Einmal habe ich in einem Heim mit 200 ängstlichen Hunden gearbeitet, die sich an ihr schreckliches früheres Leben zurück erinnerten. Die meisten von Ihnen leben jetzt bei einer Familie und sind sehr glücklich!

Ich bin im Mai 2013 ans WSC gekommen und werde hier 7 Monate forschen. Was ich am meisten am WSC genieße? Kaspar’s Rudel beim Heulen zuzuhören!! Manchmal fangen die Wölfe aus dem schwarzen Rudel mit einer Art Jaulen an zu heulen – das hört sich fast wie Gelächter an. Sie sind wirklich märchenhaft. Ganz eindeutig kann ich sagen, dass Shima meine Lieblingswölfin ist. Sie ist sehr gewandt und süß und sie folgt mir oft entlang des Zaunes und sieht mich manchmal mit ihren gerissenen, lächelnden Augen an.

Ich bin dem Wolf Science Center für diese fantastischen Erlebnisse sehr dankbar