Luisa Hofberger

Ende Juni 2016 - Ende Januar 2017

Als ich die Bestätigung für meine Bewerbung meiner Masterarbeit am Wolf Science Center bekam, war ich so glücklich und aufgeregt. Als ich danach erfuhr, dass mein Projekt mit Wolfswelpen sein wird, konnte ich es nicht glauben. Hier am WSC wurde herausgefunden, dass Hunde eine steilere Hierarchie haben, wenn es darum geht wer fressen darf und wer nicht. Die Frage stellt sich nun, wie sich das entwickelt und von den Wölfen unterscheidet. Bei dem Projekt, bei dem ich mithelfen werde, werden zwei Hypothesen getestet:

(1) Hunde sind aggressiver als Wölfe und entwickeln daher diese steile Rangordnung oder

(2) Hunde sind sensitiver gegenüber Aggression als Wölfe

All das hier ist für mich ein Kindheitstraum, der wahr geworden ist. Schon als Kind war ich gefesselt von Büchern über Hunde und vor allem Wölfe, ihre Rudeldynamik und Interaktion mit dem Menschen. Ich habe immer davon geträumt, einen eigenen Hund zu haben. Nach jahrelangem Betteln (allerdings mussten wir erst warten bis unsere Katze gestorben war), haben meine Eltern endlich zugestimmt, dass wir einen Hundewelpen bekommen. Es war die größte Freude in meinem Leben, zuzusehen wie er aufwuchs.

Sogar als Kind konnte ich stundenlang im Garten sitzen und die Tiere um mich herum beobachten. Und ich habe mich gefragt, was sie wohl denken und tun. Meine Liebe zu Tieren und der Natur führten mich zu meinem Biologiestudium und weiter zu dem Verhaltensbiologie Master in Göttingen. Allerdings habe ich während meines Studium bemerkt, dass der Fokus nur auf Primaten liegt, und das war mir nicht genug. Deswegen habe ich ein Projekt mit Seehunden und eines mit Menschen gemacht. Und jetzt bin ich hier.

Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, von verschiedenen Einrichtungen und Leuten zu lernen, um meinen Horizont zu erweitern. Deswegen ist es auch wichtig, die verschiedenen Winkel des Felds zu entdecken, in das ich kommen werde, verschiedene Ideen zu bekommen, und einen Platz für mich selbst zu finden. Durch meine Erfahrungen hier und in meinem Master hoffe ich, später einen Job zu finden, in dem ich nicht nur gut bin, sondern der mich auch begeistert.