Kerstin Kadletz

September 2013 – Jänner 2014
Kontakt kerstin.kadletz@students.boku.ac.at
Universität Universität für Bodenkultur, Wien
Projekt am WSC Food preferences and decision making in wolves and dogs
Lieblingstier am WSC Aragorn, Maisha

Tiere sind seit jeher ein wichtiger Teil meines Lebens und es war schon immer klar, dass ich beruflich auch in diese Richtung gehen werde. Da meine besondere Liebe den Caniden gilt, ist das Wolf Science Center der perfekte Ort für mich, die Arbeit mit der Leidenschaft zu verbinden.

Hier am WSC bin ich für den „food choice task test“ verantwortlich. Ich habe dieses Experiment, das zu meiner Ankunftszeit noch relativ am Anfang stand, von Alexandra Wehnert übernommen.

Dieser Versuch untersucht die Futterpräferenzen von den Wölfen und Hunden und setzt sich aus 4 verschiedenen Phasen zusammen.

Im Training Step 1 lernen die Tiere zunächst die Apparatur, die ihnen das Futter liefert,  kennen. Wenn sie mit der Nase die Seite antippen, auf der das Futter liegt, bekommen sie dieses anschließend als Belohnung.

Bei Step 2 bin ich nicht mehr sichtbar und die Tiere müssen ohne meine Hilfe die Seite mit dem Futter auswählen. Die jeweils nächste Stufe wird erst erreicht, wenn sie eine bestimmte Anzahl von Durchgängen richtig gemacht haben.

Bei Step 3 haben die Wölfe und Hunde das erste Mal die Wahl zwischen Trockenfutter und Extrawurst zu wählen.

Erst wenn sie alle Phasen durchlaufen haben, beginnt der eigentliche Test. 

Ich lasse sie zwischen Trockenfutter, Wurst, Fleisch und Küken auswählen.

Während des Tests und den Trainings (Step 2 und 3) tragen die Tiere einen Heart Rate Belt, welcher die Herzfrequenz misst.

Die Herzfrequenz brauche ich, um Aussagen über die Schwierigkeit der Entscheidung zwischen den verschiedenen Futterangeboten zu machen.

Alle Trainings und Tests zeichne ich mit einer Videokamera auf und codiere diese am Ende des Experiments. 

Meine Arbeit hier ermöglicht mir engen Kontakt mit allen Tieren des WSC, was ich sehr genieße. Ich finde es  auch sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Charaktere der einzelnen Wölfe und Hunde sind.