Corinna Kratz

Anfang März - Anfang November
Kontakt corinna.kratz@stud.uni-goettingen.de
Universität Georg-August-Universität Göttingen
Dabei seit Juni 2014
Lieblingstier am WSC Aragorn, Yukon & Enzi
Lieblings- Wolfsheulen Yukon & Wamblee
Begleiter Zazu

Als ich mein Praktikum im Sommer 2014 am WSC begonnen habe, hatte ich gerade meinen Bachelor in Biologie abgeschlossen und wollte gerne praktische Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten mit Wölfen und Hunden sammeln. Was ich bekam war viel mehr! Zurzeit mache ich meinen Master in Verhaltensbiologie an der Universität Göttingen und ich hatte nur ein Ziel: Zurück ans WSC! 

Hunde sind mit das Wichtigste in meinem Leben. Sie machen jeden Moment schöner. Ich bin so dankbar, dass ich das Glück hatte mit Hunden aufwachsen zu können und ganz viel Ihrer Liebe geschenkt zu bekommen. Aber die Frage, wem ich es zu verdanken habe, dass ich abends auf der Couch mit meinen treuen Wegbegleitern kuscheln kann, beschäftigt mich schon immer. Wie konnten sich unsere Haushunde aus Wölfen entwickeln? Was verbindet, was unterscheidet sie? Und wie sind Wolf und Mensch zusammen gekommen? Was zieht uns gegenseitig an? Wölfe faszinieren mich! Ihr hochsoziales Wesen, ihre Ruhe, ihre Kraft, ihr ganzes Sein. Daher war ich überglücklich, als ich die Zusage für das Praktikum am WSC bekam. Ich hatte natürlich zunächst etwas Angst, wie es sein würde, so weit weg von zu Hause, aber dieses Gefühl hat nicht einmal eine Stunde angehalten. Ich betrat diesen magischen Ort und habe sofort gewusst, dass ich angekommen bin. Für viele mag sich das seltsam anhören. Aber so ist es. Haben Sie schon einmal einen Wolf heulen hören? Eines meiner schönsten Erlebnisse am WSC hat mir Amarok geschenkt. Ich habe einen Paid Walk begleitet. Amarok hat seinem Rudel geantwortet und einen Meter neben mir angefangen zu heulen. Mein ganzer Körper hat vibriert und mir blieb kurz die Luft weg. Im wahrsten Sinne des Wortes: Atemberaubend! 

Während meiner Zeit am WSC hatte ich zwei Projekte. Zum einen habe ich die Risikobereitschaft von Wölfen und Hunden getestet und miteinander verglichen. Die Arbeit hat mir super viel Spaß gemacht. Ich konnte ganz eng mit den Tieren arbeiten und so deren Charaktere kennenlernen. Es war so toll zu sehen, wie die Tiere sich gefreut haben (besonders Yukon, sie ist ganz versessen auf Wurst), wenn ich mit Apparat und Futter das Testgehege betreten habe. Zum anderen habe ich einen kleinen Welpen aus Laylas Wurf -Zazu- bekommen. Wir Studenten haben auf drei Welpen aufgepasst, die noch ein neues zu Hause gesucht haben und Zazu hat mein Herz im Sturm erobert. Er war damals 9 Wochen alt und seitdem gehören wir zusammen. Er ist mein Ein und Alles und dafür werde ich dem WSC für immer dankbar sein! 

Seit zwei Wochen bin ich nun zurück am WSC, um meine Masterarbeit zu schreiben. Ich werde für 9 Monate an dem „String-pulling“ Experiment arbeiten, dabei schauen wir uns die Kooperationsbereitschaft von Wolf und Hund an. Meine Arbeit wird darin bestehen, zu untersuchen, ob Wölfe und Rudelhunde auch mit Menschen zusammenarbeiten können/werden. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Mich erwartet eine neue, spannende Zeit und ich bin sehr froh, wieder zurück zu sein.