Andrea Sommese

Dezember 2014 - April 2015
Kontakt sommese.andrea@gmail.com
Projekt am WSC Gaze Following Abilities in Wolves and Dogs / Post-conflict Reconciliation in Wolves
Dabei seit Dezember 2014
Lieblings- Wolfsbuch White Fang - Jack London
Lieblingstier am WSC Amarok, Yukon, Geronimo, Hiari und Gombo
Lieblings- Wolfsheulen Amarok
Lieblings- Wolfsfilm Balto

Ich bin Andrea, 27 (fast 28) Jahre alt und ursprünglich aus Süditalien, Neapel. 

Zoologie war immer wichtig in meinem Leben und ich habe immer gewusst, dass ich professionell mit Tieren arbeiten will. Eigentlich habe ich das, wenn ich ehrlich bin, schon mit 4 oder 5 Jahren entschieden. Dank meines Großvaters habe ich schnell gelernt, diese Leidenschaft zu vertiefen. 

Als Erwachsener habe ich Naturwissenschaften studiert und meine Bachelorarbeit über die Ökologie des Wolfes (Canis Lupus) im Lucanian Appenine Park geschrieben. Während des Projekts konnte ich mein Wissen über diese faszinierenden Raubtiere erweitern. Außerdem habe ich viel über den Irrglauben der Menschen in ländlichen Gegenden im Bezug auf den Wolf gelernt. Anschließend habe ich meinen Master in  Ökologie und Evolution absolviert. Während meines Masters habe ich somalische Höhlenfische für mein Forschungsprojekt untersucht. Das war eine gute Erfahrung für mich und auch das erste Mal, dass ich eine eigene Verhaltensstudie durchgeführt habe. 

Im Dezember 2014 bin ich als Praktikant ans WSC gekommen.  Um ehrlich zu sein, hatte ich in den ersten beiden Monaten kein klares Projekt, aber dadurch habe ich gelernt, anderen Studenten und den Trainern zu helfen. Ich habe an jedem laufenden Projekt teilgenommen, mit den Tieren gearbeitet und herausgefunden, wie man mit jedem einzelnen von ihnen umgeht. Später habe ich angefangen, an zwei verschiedenen Projekten zu arbeiten. Das erste zielt darauf ab, die Blickfolge Fähigkeiten der Wölfe zu untersuchen. Dieses Projekt habe ich vor ein paar Wochen beendet und nun warte ich auf die Ergebnisse. Während dieser Abeit habe ich gelernt, wie man jeden einzelnen Wolf erkennt und wie man den Solomon Coder verwendet. Außerdem hatte ich die Chance, mit anderen Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten, die mir viel beibringen konnten. Mein zweites Projekt beschäftigt sich mit der Situation nach einem Konflikt und der Versöhnung innerhalb eines Wolfsrudels. Dadurch kann ich sogar noch mehr Zeit draußen verbringen, die Wölfe beobachten und versuchen ihre aussagekräftige Art der Kommunikation zu verstehen. 

Nach fünf Monaten kenne ich die Hunde und Wölfe besser und habe einige Favoriten... Amarok ist der beste Wolf, den wir haben. Er ist besonders. Ein pelziger, ruppiger Schelm. Amarok ist mehr wie der berühmte Grinch als wie ein Wolf und ich schätze, deshalb liebe ich ihn: er kann der mürrischste Wolf sein, aber auch der liebenswerteste. Zudem war er der erste Wolf, den ich getroffen habe, als ich angekommen bin, und ich habe mich sofort in ihn verliebt. Amarok ist einfach unglaublich, und er ist ein unvergleichlich bildschöner Wolf. 

Jetzt würde ich meine Zeit hier gerne verlängern und eine PhD Position anstreben, unter der Betreuung der fantastischen Wissenschaftler, die ich hier getroffen habe. Dieser Ort ist eindeutig und wahrhaftig besonders, aber es ist nicht nur das: die Menschen hier repräsentieren die vortrefflichen Leistungen in ihrem Fachgebiet. 

Ich bin dem Wolfsforschungszentrum sehr dankbar für diese wunderbare Erfahrung.