Caroline Ritter

Trainerassistentin
Kontakt caroline.ritter88@gmail.com
Universität Universität Wien
Dabei seit April 2011
Lieblingstier am WSC Alle, Kenai, Maisha, Meru

Mein Name ist Caroline Ritter, ich komme aus Deutschland und bin im April 2011 zum ersten Mal ans WSC gekommen. Im Moment arbeite ich mit den Trainern zusammen und helfe ihnen wo immer ich kann. Zu meinem Aufgabenbereich gehören Wolfspaziergänge mit Kenai und den Welpen, eigenständiges Training und Arbeit mit den Hunden im direkten Kontakt, Training am Zaun mit den anderen Wölfen, Mithilfe bei der Arbeit mit den Wölfen im direkten Kontakt sowie gelegentliche Mithilfe im Tourismusbereich und vieles andere mehr. Zusätzlich konnte ich als schöne Erfahrung die Aufzucht der kleinen Wolfswelpen mitnehmen.

Die Zahl der Aufgaben und die Möglichkeiten der Mitarbeit am WSC haben sich für mich im Laufe der Zeit ständig vergrößert. Ich denke auch, das ist es, was ich am meisten am WSC schätze. Nirgendwo hätte ich in so kurzer Zeit so viel lernen können, so viele unglaubliche Erfahrungen machen und soweit an meine Grenzen gehen können. Vor allem ist es auch immer wieder unglaublich spannend, zu sehen, wie die Tiere arbeiten und wie sie eine enge Bindung zu uns Menschen aufbauen.

Kenai ist mir dabei im letzten Jahr besonders ans Herz gewachsen, weil er mein erster Wolf war, mit welchem ich im direkten Kontakt arbeiten durfte. Er ist einfach wunderbar. Maisha und Meru sind die coolsten Hunde - aufmerksam, verrückt und verschmust. So hat hier jeder seinen eigenen Charakter.

Doch zurück zum Anfang. Angekommen am WSC bin ich als Praktikant. Damals hatte ich gerade meinen Bachelor in Biologie an der Martin-Luther-Universität in Halle/ Deutschland abgeschlossen und dachte, „nur raus aus meiner Heimatstadt“. Im Internet bin ich schnell fündig geworden, habe meine Bewerbung an das WSC abgeschickt und schon wenig später ging die Reise los und mein 4-monatiges Praktikum fing an. Glücklicherweise hatte ich damit die Möglichkeit, an einem interessanten Projekt zum Thema Toleranzverhalten bei Hunden und Wölfen mitzuwirken und mein Wissen zu erweitern. So habe ich während dieser Monate getestet, codiert, analysiert und präsentiert. Dann wurde ich im Winter gefragt, ob ich nicht wieder kommen möchte. Natürlich musste ich nicht lange überlegen und reiste direkt wieder zurück. So arbeitete ich von Dezember bis Februar als Trainerhilfe. Dies war wohl die wichtigste Zeit für mich, denn in diesen Monaten konnte ich sehr eng mit den Trainern und den Tieren zusammenarbeiten. Ich habe in dieser Zeit unglaublich viel gelernt und jeden, sowohl Mensch als Tier, besser kennengelernt.

Am Ende dieses Praktikums nahm ich Abschied, packte meine 7 Sachen und dann sollte es wieder zurück nach Deutschland gehen. Gedanklich schon wieder zu Hause in Halle wurde ich unerwartet gefragt, ob ich nicht weiterhin am WSC arbeiten wolle. Da ich mich entschieden hatte, mein Masterstudium (Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie/ Wildtierökologie) in Wien durchzuführen, war schnell klar, dass ich auch weiterhin am WSC bleiben würde. So bin ich als Praktikant hierhergekommen und arbeite nun zusammen mit den Trainern und Tieren. Natürlich ist es für mich als Biologin und Tierverrückte ein großartiges Erlebnis mit diesen tollen Tieren zusammenarbeiten zu können. Und dabei meine ich Hund und Wolf.

Auch bin ich froh, dass ich sozusagen den Sprung vom Hamster zum Wolf geschafft habe. Für mich stand schon immer fest, dass ich mein Biologiestudium letztlich dafür nutzen möchte, um in der Forschung an großen Säugetieren mitzuarbeiten. Dabei interessieren mich vor allem Sozialstrukturen und Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb und zwischen den Arten. Meine Bachelorarbeit habe über Zwerghamster im Bereich Chronobiologie geschrieben und konnte dabei meine methodischen Fertigkeiten verbessern. Nun freue ich mich, dass ich  meine Masterarbeit über ein größeres Säugetier schreiben kann - vielleicht ja über Wölfe.